Genial ist die hitzeisolierende Eigenschaft

André Gleibe, Dresden

KAHLA touch!, Porzellantester

Dieses Produkt habe ich getestet:
Ich habe zwei Trinkbecher ("Maxi-Becher") "Kahla Touch! Five Senses" in den Farben dunkelblau und dunkelrot zum Test erhalten.
Außerdem war noch eine rosa Müslischale "Kahla Touch! Update Twin Set" im Testpaket.

 

So habe ich das Produkt getestet:
Ich habe das Geschirr zunächst einmal genau in Augenschein genommen.

 

Die Becher sind angenehm groß, die Füllmenge etwa vergleichbar mit einem Kaffee-Pot. Die Wandstärke ist recht dick, insgesamt stärker als bei allen Kaffe-Pötten die sonst in unserem Haushalt existieren. Als Besonderheit sind die "Touch" Becher mit so etwas wie Stoff beschichtet. In der "Five Senses" Ausführung ist dies in Form eines umlaufenden Streifens etwa auf mittlerer Höhe und somit Griffhöhe realisiert. Es gibt allerdings eine kleine Unterbrechung so dass die Beschichtung nicht ganz 360° umläuft.

Die Müslischale wird mit einem zusätzlichen Unterteller geliefert, der gleichzeitig auch als Deckel verwendet werden kann. Die Schale selbst hat eine schöne gefällige Form und ist am Rand auch nicht zu dick und leicht geschwungen. Die Schale ist wie auch die Becher beschichtet, in diesem Fall allerdings komplett 306° umlaufend und bis unten hin - selbst die Unterseite ist beschichtet.
Der Unterteller bzw. Deckel ist vom Material her ziemlich dick und relativ schwer. Er ist das einzige Teil aus dem Testpaket, welches nicht beschichtet ist.

Nun wurden alle Geschirrteile direkt in den Alltag eingegliedert und mussten sich beweisen.

Den Becher mit der dunkelblauen Beschichtung habe ich direkt mit auf die Arbeit genommen, da ich dort üblicherweise ein bis drei Tassen Tee am Tag trinke.
Recht schnell waren die Kollegen auch neugierig und jeder wollte den Becher einmal anfassen.
Die Beschichtung fasst sich einfach wunderbar "kuschlig" an - am besten vielleicht mit Flies oder Samt zu beschreiben.
Es stellte sich aber auch schnell ein rein praktischer Nutzen der Beschichtung heraus, nämlich die Hitzeisolation. Selbst wenn ich kochendes Wasser eingegossen habe, konnte ich den Becher noch weiter in der Hand halten. Klar kommt die Hitze auch dann mit der Zeit durch, aber knapp 10 Sekunden lang klappt das Problemlos, trotz 100 Grad! Danach einfach Becher in die andere Hand, wieder zurück und so weiter...
Da ich meist Teebeutel nutze, erweist die Beschichtung mir auch noch einen weiteren Dienst. Kleinere Mengen Flüssigkeit die schonmal außen am Becher herunterlaufen können (z.B. durch den Teebeutel) werden regelrecht aufgesaugt. Die Beschichtung ist wie eine Barriere so lange es nicht zu viel wird und sorgt so dafür, dass der Tisch sauber bleibt. Besonders neben dem Arbeitslaptop eine feine Sache.
Die dicke Wandstärke sorgt schließlich auch noch dafür, dass das Getränk ausreichend lang warm bleibt.

KAHLA touch!, Porzellantester

Den zweiten Becher und die Müslischale habe ich ausschließlich daheim genutzt. Dort wurden sie gemeinsam mit dem "normalen" vorhandenem Geschirr verwendet.
Sehr positiv empfand ich die Verwendung in der Mikrowelle. Das Gerät ist bei uns nicht so gut zugänglich aufgestellt und daher balanciert man dann den heißen Inhalt oft mit einem Küchentuch als Hitzeschutz heraus. Oft genug verschütte ich dabei dann etwas mangels sicherem Griff. Mit dem Touch-Becher konnte ich aber Milch erhitzen und den Becher anschließend Problemlos mit der bloßen Hand herausnehmen. Keine verbrannten Finger und nichts verschüttet. Davon bin ich wirklich sehr begeistert.

Die Müslischale kam entweder für Müsli oder aber für Salat zum Einsatz. Da die Beschichtung hier komplett umlaufend ist und sogar über den Boden geht, klappert die Schale nicht. Da ich beruflich mit Audio zu tun habe ist das eine sehr angenehme Erfahrung, schließlich ist man es gewöhnt das Geschirr sonst IMMER klappert und klimpert. Das Stapeln hat der Beschichtung übrigens auch nichts anhaben können, sie sieht noch schön eben und gleichmäßig aus. Der verbleibende Streifen am oberen Schüsselrand ist wiederum auch sinnvoll, da man so den letzten Rest vom Müsli auch problemlos aus der Schale "schlürfen" kann ohne "ins Fell zu beißen."
Den Unterteller bzw. Deckel empfinde ich wiederum in unserem Haushalt unnötig. Als Unterteller ist er mir doch zu klobig und schwer. Als Deckel bevorzuge ich dann meist Frischhaltefolie um den Inhalt sehen zu können und nicht zu vergessen.

Zur Reinigung kamen die Teile dann sowohl auf Arbeit als auch daheim einfach mit in die Geschirrspülmaschine.

Ich habe während der Nutzung insbesondere darauf geachtet, nicht "extra schonend" mit den Bechern und der Schüssel umzugehen, da ich gespannt und auch skeptisch war ob die Beschichtung halten wird oder Schäden bekommt. Aber entgegen meiner Befürchtung blieb alles in Ordnung ohne auch nur einen erkennbaren Makel. Nichts löste sich ab oder wurde blass.
Allerdings verfingen sich beim Spülvorgang so eine Art Fusseln in der beschichteten Fläche, die dann aber mit der Hand wieder herausgestrichen werden konnten.

 

An dem Produkt gefällt mir gut:
Genial ist die hitzeisolierende Eigenschaft der Beschichtung. Auch in schwierigen Situationen, wie beim Herausnehmen aus der Mikrowelle benötigt man kein zusätzliches Tuch oder Topflappen.

Kleinere Mengen Flüssigkeit (z.B. Tropfen vom Teebeutel) werden von der Beschichtung aufgefangen und somit bleibt der Tisch sauber und es entstehen keine Tee- oder Kaffeeränder.

Generell fassen sich die Geschirrteile einfach herrlich an. Besonders bei der Müslischale ist es sehr angenehm, dass keine Klappergeräusche entstehen.

 

An dem Produkt gefällt mir nicht so gut:
Auf der Beschichtung verfangen sich in der Geschirrspülmaschine meist Flusen.

Ich fände es besser, wenn die Beschichtung bei den Bechern komplett 360° herum und auch bis zum Boden durchgehen würde. Dann wäre das Risiko sich die Finger zu verbrennen (da man versehentlich an der falschen Stelle zupackt) noch geringer.

 

So habe ich mich mit dem Produkt gefühlt:
Es war sehr interessant das Geschirr auszuprobieren.
Ich hatte zunächst insbesondere bzgl. der Haltbarkeit doch meine Vorbehalte. Umso überraschter war ich, als meine Befürchtungen widerlegt wurden und ich am Ende noch rein zufällig perfekte Anwendungsbereiche entdeckte, wie das Erhitzen von Flüssigkeiten in der Mikrowelle.

Alles in allem hat das Testen Spaß bereitet und das Touch Geschirr hat nun einen festen Platz in unserer Küche.